Buchvorstellung „Frieda – Ein Demenz-Krimi“ von Meike K.- Fehrmann

Das Autorenwort heute spricht Meike K. Fehrmann. Sie stellt Ihr Buch "Frieda" vor und erzählt, wie ihr "Demenz-Krimi" entstanden ist:


Die Entstehung von "Frieda":

Im November 2014 ist mein erster Roman „Frieda – Ein Demenz-Krimi“ erschienen. Ich habe mehrere Jahre in der stationären Altenhilfe gearbeitet und die Begegnungen mit Menschen mit Demenz als sehr besonders und bereichernd empfunden. Staunen, lachen und manchmal auch weinen – wer sich auf einen Menschen mit Demenz einlässt, begibt sich damit auch auf eine Reise zu den eigenen Werten.

Ist es notwendig, zum Essen am Tisch zu sitzen? Darf ein erwachsener Mensch im Schlafanzug im Garten spazieren gehen? Ist es schlimm, wenn ich mir mit der Zahnbürste die Haare kämme? Was, wenn mir der Name meines Ehepartners nicht mehr einfällt?

Was ist wirklich wichtig im Leben und wo können wir guten Gewissens tolerant sein zum seelischen Wohlergehen des Anderen? Und die vielleicht wichtigste Frage: Was ist Lebensqualität?

Die Erfahrungen in der Pflege und auch im eigenen Familienkreis haben mich motiviert „Frieda“ zu schreiben. Über mehrere Jahre konnte ich das Verhalten und vor allem die Kommunikation von Menschen mit Demenz beobachten. Ich wollte ein spannendes Buch für eine allgemeine Leserschaft schreiben, um Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren.  Herausgekommen ist schließlich viel mehr als das: ein Krimi, in dem es nicht nur um Frieda geht, sondern auch um einen oberbayerischen Hauptkommissar, dessen nächster Fall bereits auf meinem Schreibtisch liegt und hoffentlich im Herbst 2015 erscheint. Somit ist „Frieda – Ein Demenz-Krimi“ der Auftakt für weitere Bücher. „Frieda“ ist aus zwei Erzählperspektiven geschrieben, die sich bewusst im Stil unterscheiden.

Worum es geht:

Frieda hat Alzheimer. Als ihre Haushälterin zu Tode kommt, muss sie ihr vertrautes Zuhause im Geranienweg verlassen und in ein Pflegeheim ziehen. Dort hält die agile Dame nicht nur die Pflegekräfte und ihre Mitbewohner auf Trab, sondern auch die Polizei. Denn während die Beamten nach einem Brandanschlag im Heim ermitteln, verschwindet Frieda auf mysteriöse Weise spurlos. Georg Maindl, der ermittelnde Hauptkommissar, ist gerade frisch aus seiner oberbayerischen Heimat nach Wiesbaden gezogen. Gestresst von der Hektik der betriebsamen Rhein-Main-Region und von Heimweh geplagt, muss er auch noch einen weiteren Mordfall aufklären: Auf einem Aussiedlerhof am Rande des Taunus wurde ein alter Mann auf grausame Weise hingerichtet. Eine bei der Leiche gefundene Botschaft, die den Mord mit einem Ereignis in einem kleinen polnischen Städtchen im Oktober 1939 in Verbindung bringt, führt Maindl auf die Spur einer Gruppe von Altnazis. Die Fährte der Täter weist zurück auf längst vergangene Ereignisse zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Weiterhelfen kann nur Frieda, die gewitzte, demenzkranke Dame, die zwar zeitweise ihren eigenen Sohn nicht mehr wiedererkennt, aber dennoch das richtige Gespür für Menschen und deren Handeln besitzt.

Auf humorvolle und spannende Weise taucht der Leser in die Gedankenwelt der an Alzheimer erkrankten Frieda ein. Die „Blackouts“ der liebenswerten alten Dame sorgen im Krimi für manch überraschende Wendung – um das Vergessen, Erinnern und um lange Verdrängtes dreht sich auch die Krimihandlung.

Neugierig geworden? Interesse an einer Leseprobe! Schreibt uns, dann gibt es demnächst mehr von "Frieda" im Autorenwort!

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Kommentare: 4
  • #1

    Tina Ott (Dienstag, 17 Februar 2015 17:36)

    Das hört sich skurril, ungewöhnlich und spannend an! Wo kann ich dieses Buch kaufen?

  • #2

    veronika (Dienstag, 17 Februar 2015 20:36)

    Das Buch ist der Hammer, und Deine Worte über Menschen mit einer Demenz sind so gut gewählt!

  • #3

    Meike K.- Fehrmann (Mittwoch, 18 Februar 2015 07:42)

    Liebe Veronika, vielen Dank! Es freut mich sehr, dass Dir das Buch so gut gefällt. Seit das Buch veröffentlicht ist, bekomme ich viele Zuschriften von Menschen, die einen Angehörigen mit Demenz betreuen und einfach mal ihr Herz ausschütten wollen, weil es so schwierig ist. Manchmal zerbrechen ganze Familien daran. Burnout ist ein ganz großes Thema. Ich wünsche mir sehr, dass das Thema Demenz nicht nur mehr Beachtung findet, sondern vor allem auch Verständnis.

  • #4

    Meike K.- Fehrmann (Mittwoch, 18 Februar 2015 07:45)

    Liebe Tina, das Buch kann in jeder Online-Buchhandlung sowohl als Paperback als auch in verschiedenen E-Book Formaten bestellt werden, z.B. bei Amazon, Thalia, .... Oder auch in jeder Buchhandlung vor Ort. Die ISBN lautet: 9-783738-600384. Viele liebe Grüße!