Weihnachtstreffen im Studio 16

Weihnachtlich geschmückt war das Studio 16, als die Chiemgau Autoren zum letzten Autorentreff des Jahres 2015 zusammenkamen. Wieder waren einige neue Gesichter unter den gut fünfzehn Literaten und Literaturfreunden. Arnold Großegesse, der das Treffen moderierte, gab den „Neuen“ die Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. 

Einer von ihnen, Karl Heinz Austermayer, Mundartdichter aus Grabenstätt, nutzte die Gelegenheit gleich zu einer Spontanlesung. Er bot aus seinem Weihnachtsband „Wenns Christkindl kimmt“ einige schwerelos - heitere Geschichten dar. Darunter die Weihnachtsgeschichte aus der Perspektive des Stalls von Betlehem. Auch Monika Klinkenberg-Weigel erklomm wieder die Bühne. Sie hatte ebenfalls eine Weihnachtsgeschichte dabei. Sie beschäftigte sich mit dem Thema Weihnachten in einem Land, in dem es nie weiße Weihnachten gibt. Nein, es handelt sich nicht um Bayern, sondern um Florida.

Der Höhepunkt des Abends war der sehr bewegende Vortrag des neuesten Werks von Robert Gapp. Ihm war eine Weihnachtsgeschichte aus dem Jahr 1947 zugetragen worden, die er gewohnt souverän literarisch verarbeitet hatte: Weihnachten 1947 kehrte nach Jahren der Gefangenschaft Fritzis Vater aus der Gefangenschaft in Russland zurück. Doch die Rückkehr verlief alles andere als harmonisch und es wurde nicht nur aus reinem Glück heraus die prägnanteste Weihnacht in Fritzis Leben.

 

Abgerundet wurden die Lesungen wie immer von drei „Mementos“ an Autoren, die am 28.12. im Blickpunkt standen. Diesmal berichtete Arnold Großegesse zunächst aus dem Leben von Theodor Fontane, der erst im Alter von 60 Jahren nach dem Brückeneinsturz am Tay literarischen Ruhm erntete. Zudem erinnerte Großegesse an den jiddischen Dichter Morris Rosenfeld und an den in China in Haft sitzenden Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo.

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