Roswitha Gruber zu Gast beim Autorentreffen

Heiter-nachdenkliche Gedichte und tiefgründig literarische Reflexionen standen im Mittelpunkt beim ersten Literatentreffen der Chiemgau-Autoren im neuen Jahr. 

 

Inge Witt startete gleich als Spontanleserin mit einer Kindheitserinnerung. Wie nahe Nostalgie und Trauma beieinanderliegen können zeigte sich in ihrem Text, in dem Lausbubenstreiche, ein Selbstmordversuch und Gewalt gegen Kinder eng verzahnt waren. 

Inge Witt schreibt erbauende Gedichte zu schweren Themen
Inge Witt schreibt erbauende Gedichte zu schweren Themen

Diese Mischung aus Hoffnung und Schrecken prägten auch die Gedichte die sie vortrug: Wut, Bauernsterben, Der Asylant, Magersucht.  Inge Witt gelang es, diese schwere Themen hoffnungsvoll aufzubereiten. 

 

Zum offiziellen Teil informierten Arnold Großegesse, Robert Gapp und Michael Inneberger über den „1. Chiemgauer Open End Abend“ Das Projekt, das die Chiemgau-Autoren für die Chiemgauer Kulturtage 2016 erarbeiteten, wird am 15. Juli in Kooperation mit dem Chiemgau Gymnasium im CHG Traunstein stattfinden. 

Johann Stephl las "Michael"
Johann Stephl las "Michael"

Evelyne von Heimburg organisiert für einen guten Zweck Tiergeschichten die sie in Buchform herausgeben möchte. Wer sich mit einer Tiergeschichte beteiligen möchte, schickt diese an: e-von-heimburg@t-online.de

Auch die Schreibwerkstatt auf der Raabenmoosalm nimmt langsam konkrete Formen an. Meike K. Fehrmann freut sich über viele Teilnehmer. 

Als zweiter Spontanleser trat Johann Stephl an. Sein Text „Michael“ behandelte literarisch den Erzengel Michael, den Kampf zwischen Gut und Böse, maskenhafte Identitäten.

Arnold Großegesse stellte Virginia Woolf vor
Arnold Großegesse stellte Virginia Woolf vor

Sein dichter, drastischer Text wurde, auf Wunsch des Autors, auch konstruktiv kritisiert. Vor allem Tipps für den Vortrag konnte der junge Autor von den erfahrenen Kollegen erhalten. 

Unter den Zuhörern war diesmal auch die bekannte Autorin Roswitha Gruber, die von ihrem Schaffen erzählte. Roswitha Gruber schreibt unter anderem für den Rosenheimer Verlag und ist bekannt für ihre Portraits starker Frauen.

 

In einem Memento erinnerte Arnold Großegesse unter anderem an die Autorin Virginia Woolf.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Inge Witt (Donnerstag, 28 Januar 2016 08:51)

    Lieben Dank für die erbauenden Worte zu meiner 1. Spontanlesung.
    Ich empfinde die Zusammenkünfte als etwas sehr befruchtendes. Es war eine gute Entscheidung ein Vereinsmitglied zu werden und wie ich gehört habe sind es nun schon 30 Autoren, die mitmachen. Die vielen Ideen und unterschiedlichsten Aktionen mögen das 'Lesen' im Zeitalter der Digidalisierung wieder interessant machen.